Bewusst genießen: Warum Zigarren eine Renaissance erleben
Blatt & Glut Redaktion · aktualisiert am

Zigarren sind für viele wieder ein Thema — gerade bei Menschen, die bewusst Pausen suchen. Im Gespräch mit den Machern von Leonel Cigars ging es 2022 darum, warum das so ist und was eine gute Zigarre ausmacht. Wir haben die wichtigsten Gedanken zusammengefasst und um praktische Tipps ergänzt.
Warum Zigarren wieder „in“ sind
Wer eine Zigarre anzündet, nimmt sich eine Auszeit. In einer hektischen Welt ist dieses Innehalten — Achtsamkeit, Entschleunigung — ein kleiner Luxus. Eine Zigarre lässt sich nicht nebenbei rauchen: Sie verlangt eine halbe bis ganze Stunde, Aufmerksamkeit und Ruhe. Genau das macht sie zum Gegenentwurf zum ständig erreichbaren Alltag.
Dazu kommt die soziale Seite: Zigarren verbinden, beim Tasting, beim Grillabend oder zu einem besonderen Anlass. Wer zusammen raucht, nimmt sich gemeinsam Zeit — für Gespräche, die sonst untergehen. Wie Sie selbst eine solche Auszeit gestalten, beschreibt Die Zigarre als Auszeit.
Was eine gute Zigarre ausmacht
Für Leonel stehen erlesene Tabake aus über 20 Anbaugebieten, handwerkliche Fertigung durch erfahrene Torcedores in Nicaragua, besondere Fermentation und die ständige Abstimmung mit den Blendern im Mittelpunkt. Das Spektrum reicht von der sanften Classic über die mittelkräftige Rare bis zur kräftigen Terre Rouge; dazu kommen limitierte Editionen wie die Barber Pole.
Unabhängig von der Marke erkennen Sie eine gute Zigarre an:
- gleichmäßigem Zug — fest, aber nicht schwer (Zugverhalten),
- sauberem Abbrand mit fester Asche (Abbrandverhalten),
- Entwicklung — die Zigarre verändert sich von Drittel zu Drittel (Rauchverlauf),
- Balance zwischen Stärke und Aroma.
Trends
Gefragt ist alles, was kein Mainstream ist. Kunden sind experimentierfreudiger, weniger auf eine Marke fixiert und wissen mehr über Tabak — sie wollen überrascht werden. Das zeigt sich in der Nachfrage nach:
- limitierten Editionen wie Neujahrs- oder Jubiläumszigarren,
- neuen Tabakregionen wie Panama, Brasilien oder Ecuador,
- ungewöhnlichen Formaten — Figurados, Culebras, Barber Poles,
- Probierpaketen, mit denen man viele Marken kennenlernt.
Drei Tipps für Einsteiger
- Mit einem milden Blend beginnen (Milde Zigarren).
- Keine Angst vor großen Formaten — ein dickes Ringmaß raucht kühler und weicher (Zigarrenformate).
- Nur paffen, nicht inhalieren (Zigarre rauchen).
Den kompletten Einstieg — vom Anschneiden bis zum Ausgehenlassen — erklärt der Einsteiger-Guide.
Bewusster Genuss heißt auch: Maß halten
Bewusst genießen bedeutet, die Zigarre als besonderen Moment zu sehen, nicht als Gewohnheit. Viele Aficionados rauchen nur am Wochenende oder zu Anlässen — und genießen jede Zigarre dafür umso mehr. Zigarren sind ein Genussmittel für Erwachsene; wir verkaufen sie ausschließlich an Personen ab 18 Jahren (Jugendschutz).
Die Lieblingszigarre der Macher
Und die persönliche Lieblingszigarre der Leonel-Macher? Die Leonel Rare — erdig-würzig, mit Röst- und Kaffeenoten, mittelkräftig und mit 90 Punkten und „Best Buy“ ausgezeichnet.
Ein Zigarren-Ritual für Einsteiger
- Zeit blocken — eine Stunde ohne Termine.
- Ort wählen — ruhig, gut belüftet, gern draußen.
- Zigarre aussuchen — mild für den Anfang, etwa eine Leonel Classic.
- Getränk vorbereiten — Kaffee, Tee oder ein Glas Rum.
- Bewusst schneiden und anzünden — nicht hetzen.
- Smartphone weglegen — das ist die eigentliche Auszeit.
Fazit
Zigarren erleben eine Renaissance, weil sie etwas bieten, das selten geworden ist: Zeit. Wer bewusst genießt, gute Tabake wählt und sich auf das Ritual einlässt, findet in der Zigarre eine echte Auszeit vom Alltag. Mehr über die Kultur dahinter lesen Sie in Zigarren und Genusskultur.
Häufige Fragen
Warum sind Zigarren wieder beliebt?
Weil sie eine bewusste Pause erzwingen. In einer hektischen Welt ist dieses Innehalten — Achtsamkeit, Entschleunigung — ein kleiner Luxus. Dazu kommt die gesellige Seite.
Was macht eine gute Zigarre aus?
Gute Tabake, sorgfältige Fermentation, handwerkliche Fertigung und ein stimmiger Blend. Erkennbar ist das an gleichmäßigem Zug, sauberem Abbrand und einer spannenden Aromenentwicklung.
Muss man Zigarrenrauch inhalieren?
Nein. Zigarren werden gepafft: Der Rauch wird im Mund gekostet und wieder ausgeblasen.
Ist ein dickes Ringmaß stärker?
Nicht unbedingt. Ein großes Ringmaß raucht oft kühler und weicher, weil der Rauch mehr Weg und Volumen hat.
Welche Zigarre sollte ein Einsteiger zuerst rauchen?
Einen milden Blend mit Connecticut-Deckblatt in einem kurzen bis mittleren Format, etwa eine Robusto.
Wie oft sollte man Zigarren rauchen?
Das ist eine persönliche Entscheidung. Viele Genießer rauchen Zigarren bewusst als gelegentlichen Höhepunkt, nicht als Alltagsgewohnheit.
Welche Trends gibt es bei Zigarren?
Gefragt ist alles, was kein Mainstream ist: limitierte Editionen, neue Tabakregionen, besondere Formate. Viele Raucher sind experimentierfreudiger und weniger auf eine Marke fixiert.
Wie viel Zeit braucht eine Zigarrenpause?
Je nach Format 20 bis 90 Minuten. Für eine erste bewusste Pause eignet sich eine Robusto mit rund 45 bis 60 Minuten.
Welche Zigarre eignet sich für eine bewusste Auszeit?
Eine Zigarre, die zur verfügbaren Zeit passt — etwa eine milde Robusto für eine Stunde oder eine Petit Corona für eine halbe Stunde.
Kann man Zigarren auch allein genießen?
Ja. Viele schätzen gerade die Zigarre allein als ruhige Zeit für sich — mit einem Buch, Musik oder einfach der Aussicht.
Warum sind Zigarren bei jüngeren Menschen beliebt?
Viele suchen Entschleunigung und Erlebnisse statt Gewohnheiten. Dazu kommen neue Marken, Tastings und Probierpakete, die den Einstieg leicht machen.
Welche Leonel-Linie ist die Lieblingszigarre der Macher?
Die Leonel Rare — erdig-würzig, mit Röst- und Kaffeenoten.