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Royal Danish Cigars: Zigarren mit dänischer Geschichte

Blatt & Glut Redaktion · aktualisiert am

Royal Danish Cigars

Royal Danish Cigars erzählt eine ungewöhnliche Geschichte: Die Marke beruft sich auf eine Rezeptur aus der Zeit, als die heutigen Amerikanischen Jungferninseln (St. Thomas, St. John und St. Croix) als Dänisch-Westindien zu Dänemark gehörten und Tabak von dort nach Kopenhagen gelangte. Seit 2011 sind die handgefertigten Longfiller wieder erhältlich, nachdem ihr Macher Jan Vistisen viele Jahre an den Blends gearbeitet hatte. Heute gibt es vier Linien — von der günstigen Bundle-Zigarre bis zur luxuriösen Regal Blend.

Dänemark und der Tabak

Dass ausgerechnet Dänemark eine Zigarrenmarke hervorbringt, überrascht nur auf den ersten Blick. Von 1754 bis 1917 gehörten die Inseln St. Thomas, St. John und St. Croix in der Karibik zur dänischen Krone. Über die Handelshäfen gelangten Zucker, Rum und Tabak nach Kopenhagen, und in Dänemark entwickelte sich eine lebendige Tabakkultur mit Zigarren- und Pfeifentabakmanufakturen. 1917 verkaufte Dänemark die Inseln an die USA — die Tradition des Tabakgenusses aber blieb. Royal Danish knüpft an diese Geschichte an und interpretiert sie mit Tabaken aus Mittelamerika neu.

Royal Danish Zigarren

Die vier Linien im Überblick

Classic — der traditionelle Stil

Die Classic wird in Nicaragua gefertigt. Es gibt sie in mehreren Blends:

  • Classic Blend und Ligero Blend als Robusto (114 × 54) mit Ecuador-Deckblatt, indonesischem Umblatt und nicaraguanischer Einlage. Die Ligero-Variante bringt mehr Würze.
  • H-Blend als nicaraguanische Puro, etwa als Short Robusto (100 × 54) oder Fat Danios (152 × 60).

Alle Classic-Zigarren sind mittelkräftig und kosten zwischen rund 5,50 € und 9 € — ein guter Einstieg in die Marke.

Single Blend — zugänglich und günstig

Die Single Blend wird in der Dominikanischen Republik gerollt. Die Einlage kombiniert Tabake aus Costa Rica, Nicaragua und Panama — eine ungewöhnliche Mischung, die erdige, pfeffrige Noten mit Kaffee, Schokolade und Würze verbindet. Formate wie Sangre Azul, Viking oder Fat Dane tragen dänisch inspirierte Namen. Besonders günstig ist die Bundle King Toro — ein handgemachter Toro für rund 3,60 €.

Regal Blend — die luxuriöse Linie

Die Regal Blend ist das Prestige-Produkt der Marke, ebenfalls aus der Dominikanischen Republik. Die genaue Tabakzusammensetzung hält der Hersteller geheim. Erdig, holzig, mit Kaffee — in Formaten wie der Queens No. 1 (127 × 52), der Dark Crown oder der imposanten Royal Twister (184 × 58). Eine Besonderheit ist die Queens No. 1 Gold — ein Geschenk für besondere Anlässe.

Umami Blend — die jüngste Linie

Die Umami Blend kommt aus Nicaragua und setzt auf den vollmundigen, herzhaften Geschmackseindruck, den man „Umami“ nennt. Es gibt sie als Claro Fat Robusto (mittelkräftig) und als Dark Fat Robusto (kräftig), jeweils 115 × 56, mit Süße und Würze. Die gemischte Kiste enthält je 12 Claro und 12 Dark — ideal für den direkten Vergleich.

Die Linien im Vergleich

LinieHerkunftStärkeAromenPreis pro Stück (ca.)
ClassicNicaraguamittelwürzig, erdig5,50–9 €
Single BlendDom. Rep.mittelErde, Pfeffer, Kaffee, Schokolade3,60–11 €
Regal BlendDom. Rep.mittelErde, Holz, Kaffee17–31 €
Umami BlendNicaraguamittel bis kräftigSüße, würzig7 €

Welche Royal Danish passt zu mir?

  • Zum Kennenlernen: die Classic Blend Robusto oder die Bundle King Toro — günstig und unkompliziert.
  • Für den Abend: die Single Blend Fat Dane mit 178 mm und Ringmaß 60.
  • Für Vergleichsfreunde: die Umami Blend Claro und Dark nebeneinander.
  • Als Geschenk: die Regal Blend in edler Aufmachung.

Tipps zum Rauchen

Die großen Ringmaße vieler Royal-Danish-Formate (54 bis 60) brauchen einen Cutter, der weit genug öffnet — ein gerader Schnitt mit einem Doppelklingen-Cutter ist ideal. Zünden Sie den breiten Fuß geduldig und gleichmäßig an, damit die Zigarre nicht tunnelt. Mehr dazu in Zigarre anzünden und Abbrandverhalten.

Als Getränk passen ein dunkler Rum, ein Aquavit für den skandinavischen Bezug oder ein kräftiger Kaffee. Weitere Ideen unter Zigarren und Getränke.

Fazit

Royal Danish verbindet eine skandinavische Geschichte mit Tabaken aus Mittelamerika. Von der günstigen Bundle-Zigarre bis zur luxuriösen Regal Blend bietet die Marke für jedes Budget einen handgemachten Longfiller. Mehr Zigarren mit ungewöhnlicher Herkunft finden Sie unter Zigarren aus weiteren Ländern, Pfeifentabake unter Pfeifentabak.

Häufige Fragen

Woher kommen Royal Danish Cigars?

Die Marke hat ihre Wurzeln in Dänemark und beruft sich auf eine Tabaktradition aus Dänisch-Westindien. Gefertigt werden die Zigarren heute in Mittelamerika: Classic und Umami Blend in Nicaragua, Single und Regal Blend in der Dominikanischen Republik.

Welche Royal-Danish-Linie ist die mildeste?

Die meisten Linien sind in unserem Katalog als mittelkräftig eingestuft. Am kräftigsten ist die Umami Blend Dark, am zugänglichsten die Classic Blend Robusto und die Single Blend mit Einlage aus Costa Rica, Nicaragua und Panama.

Was bedeutet Umami bei einer Zigarre?

Umami ist neben süß, sauer, salzig und bitter die fünfte Geschmacksrichtung — herzhaft und vollmundig. Die Umami Blend soll diesen tiefen, runden Geschmackseindruck in den Vordergrund stellen.

Welche Royal Danish ist die günstigste?

Die Single Blend Bundle King Toro kostet rund 3,60 € pro Stück und ist damit ein sehr günstiger handgemachter Longfiller.

Gibt es Royal Danish auch als Pfeifentabak?

Der Name Royal Danish steht in Skandinavien auch für Pfeifentabak. In diesem Beitrag geht es um die Zigarrenlinien; Pfeifentabake finden Sie in unserer Kategorie Pfeifentabak.

Welche Royal Danish passt für einen langen Abend?

Die Single Blend Fat Dane mit 178 × 60 oder die Regal Blend Royal Twister mit 184 × 58 — beide brennen weit über eine Stunde.

Was ist der H-Blend der Royal Danish Classic?

Eine Variante der Classic-Linie als nicaraguanische Puro, etwa als Short Robusto oder Fat Danios.